|
| |
|
Lane Olafsdottir
|
|

|
Geboren in Birka als viertes Kind einer Händlerfamilie.
Mein Vater, Olaf Sverrison, ein Mann der unseren Unterhalt mit dem Fell-
und Lederhandel verdiente, war selten zu Hause, meine Mutter Helga
Gunnarrsdottir, war eine stille Frau, die den Haushalt und die 2 Mägde
gut im Griff hatte und fleißig webte und für uns nähte. Ich mußte früh
im Haushalt mithelfen und lernte schon früh das Spinnen und als ich etwas
älter wurde weihte mich meine Mutter in die Kunst des Brettchenwebens
ein. Eine Arbeit die mir sehr großen Spaß machte und die mein Vater auf
seinen Handelsreisen gut verkaufen oder tauschen konnte. |
| Mein großer Bruder, Sven
Olafsson vertrat den Vater zu Hause, wenn dieser auf seinen Handelsreisen
den ganzen Sommer durch die Lande zog. Meine beiden anderen Brüder ,
waren früh verstorben und mein Vater hoffte bei meiner Geburt eigentlich
auf einen weiteren Sohn, der ihm im Geschäft zur Hand gehen konnte. Der
Wunsch ging nicht in Erfüllung und daher wartete mein Vater nicht lange
und verheiratete mich früh mit einem älteren Freund der Familie, der
ebenfalls Fell-Händler war. Diese Ehe dauerte nur 5 Jahre, bei einem
Jagdausflug auf Bären wurde die Gruppe von Wölfen angefallen und mein
Ehemann überlebte leider nicht. Ich heirate erneut, diesmal einen
Schmuckhändler aus Birka. Wir reisten von Markt zu Markt im Ostseeraum.
Im Winter kehrten wir wieder nach Birka zurück und lebten dort, bis das
Wetter das Reisen wieder zuließ. Einen Winter lag der ganze Haushalt mit
einem schweren Fieber darnieder. Ich pflegte meinen Mann, versuchte alles,
aber er erholte sich nicht vom Fieber und starb. Durch meine beiden Ehemänner
war ich in einer finanziell günstigen Lage, aber ich war unruhig, ich
hatte mich an das Leben auf Reisen gewöhnt und wollte wieder in die Welt
hinaus und so stellte mich mein Bruder einem Fellhändler vor, mit dem er
des öfteren Geschäfte machte. Wir wurden uns einig, heirateten und
nahmen unsere Handelsreisen wieder auf. Auf dem Weg nach Haitabu kamen wir
in einen schweren Sturm, es war nicht sicher, ob das Schiff den Wellen
trotzen konnte. Zwei Männer gingen über Bord, drei Männer wurden schwer
verletzt bevor wir den Hafen von Haitabu erreichten. Zu meinem Unglück
war mein Mann einer der über Bord gegangenen. Was sollte ich tun?
Scheinbar war es mir nicht vergönnt, lange mit einem Mann mein Leben zu
teilen. Da stand ich nun mit der ganzen Ware, Felle von bester Qualität
und die schönsten Borten, die ich während des Winters gewebt hatte.
Alleine konnte ich die Handelsreise nicht fortsetzen, aber sollte ich nun
in Haitabu bleiben? Ohne Mann, Familie und Freunde? Doch der Kapitän des
Schiffes hatte eine Idee, er kannte einen Marketendertross, der sich aus
den unterschiedlichsten Gründen zusammengeschlossen hatte um Schutz und
Sicherheit zu erfahren. Er stellte mich der Gruppe vor und ich beschloss
gemeinsam mit Ihnen durch die Lande zu ziehen. 2 Jahre zogen wir nun schon
von Markt zu Markt, ich hatte viele Freunde gefunden, meine Geschäfte
liefen gut und so war ich dem Zwang einer erneuten Heirat entkommen. Als
wir wieder in Haitabu weilten, begab sich der Zufall, daß mir eine Frau
entgegenkam, die ich kannte. Meine Base Algrid Thorimsdottir, die mich
erst nicht erkannte, denn wir hatten uns zuletzt im Kindesalter gesehen.
Sie erzählte mir von Ihrem schweren Schicksal, daß sie erlitten und
gezwungen hatte die Heimat zu verlassen. Ich bot Ihr an meinen Tross
kennen zu lernen, der mir in den letzen Jahren das Leben auf Reisen ermöglicht
hatte und der auch Ihr Schutz und Hilfe bieten konnte. |
|