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Stabkirchen und Fjorde Norwegens
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| Norwegen ist das Land
der Stabkirchen, der einzigartigen Fjorde oder der Mitternachtssonne -
doch um Norwegen in seiner ganzen Bandbreite zu kennen, bedarf es mehr als
einiger Schlagworte. |
Wie vorsintflutliche Wesen wirken die wenigen Stabkirchen, die aus dem
Mittelalter erhalten geblieben sind. Ihre grauen Schindeldächer sehen aus
wie der Schuppenpanzer eines Reptils, von den Dachfirsten züngeln
Drachenköpfe gen Himmel, und auf den pechschwarzen Balkenwänden grinsen
geschnitzte Fratzen den Besucher an.
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| Mit den
lichterfüllten Kathedralen, die etwa zur gleichen Zeit im Süden Europas
entstanden, haben die nur von winzigen Fenstern erhellten Kirchen nichts
gemeinsam. Der Dachstuhl der Stabkirchen erinnert an die Spannten eines
Schiffes, und wie bei den Wikingerschiffen sollten die Drachenköpfe böse
Geister vertreiben.
Die frühesten Kirchen in Skandinavien waren einfache Holzbauten in der
Nähe großer Handelszentren. Bis zum 11.Jahrhundert hatten sie sich
bereits zu komplexen Gebäuden entwickelt, die bestimmte architektonische
Merkmale gemeinsam hatten und ein charakteristischen Stil aufwiesen. Die
Kirche von Borgund (Norwegen) aus den 12.Jahrhundert ist eine der am
besten erhaltenen Stabkirchen. Das Gebäude besteht aus vertikalen
Säulen, die mit Holz beplankt sind. Das Dach aus Schindeln ist mit
christlichen Kreuzen und Drachenköpfen, die nordischen Mythen entlehnt
sind, verziert. |
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Blick auf den Geiranger-Fjord
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