Auf den
folgenden Seiten ist einiges aus der Überlieferung von der
Kultur des Mittelalters im Ostseeraum und den angrenzenden Staaten
zusammengetragen. Diese Informationen sollen den geschichtlichen
Hintergrund unserer Aktivitäten für Interessierte erklären.
Der Beginn der Epoche des
Mittelalters wird im 4. - 6. Jh. gesehen. Dabei werden als Grenzdaten der
Beginn der Völkerwanderungszeit (375/378), die Eroberung von Rom durch
Alarich (410) und die Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus
Augustulus (476) gesehen. Als Ende des Mittelalters wird das 15. Jh. mit
der Entdeckung von Amerika (1492) benannt. Die Epoche des Mittelalters
wird allgemein in Früh- (bis ca. 1015), Hoch- (bis ca. 1280) und
Spätmittelalter unterteilt.
Eine grosse Rolle in diesem Raum spielten die Wikinger. Die Wikinger
und Nor(d)mannen, Menschen aus Dänemark und Norwegen, die im 8. und 9. Jh.
noch nicht christianisiert waren, zogen auf Raub- und Handelszügen an den
Küsten Westeuropas entlang bis ins Mittelmeer oder auf Flüssen durch
Russland bis nach Konstantinopel. Diese Fahrten wurden durch eine hoch
entwickelte Seefahrtstechnik ermöglicht. Die Entwicklung der Wikinger
ging mit der Vorherrschaft der Dänen im skandinavischen Raum einher. Mit
der Eroberung von England (1013) und der Herrschaft "Knut des
Großen" als König von Dänemark und England erreicht die
Dänenherrschaft ihren Höhepunkt.